Hintergrund auf europäischer Ebene
Im November 2001 nahm der EU-Rat eine Empfehlung zur umsichtigen Verwendung antimikrobieller Mittel in der Humanmedizin (2002/77/EG) an. In dieser Empfehlung wurden die Mitgliedstaaten und die EWR-Länder dazu aufgerufen, spezifische Strategien für die umsichtige Verwendung antimikrobieller Mittel zu entwickeln, um die Antibiotika-Resistenz einzudämmen.
Diese Strategien sollten Maßnahmen zur Überwachung der Antibiotikaresistenz und des Antibiotikaeinsatzes, zur Bekämpfung und Prävention der Antibiotikaresistenz, Aus- und Fortbildung sowie Forschung umfassen. Die Kommission wurde in der Empfehlung aufgefordert, Aufklärung, Konsultation und die Koordinierung der Maßnahmen zu fördern und zu beobachten und auf der Grundlage der Berichte aus den Mitgliedstaaten regelmäßig Bericht zu erstatten.
Im Rahmen der Aufgaben auf Gemeinschaftsebene sind zwei große Überwachungsnetzwerke hervorgehoben worden. Das European Antimicrobial Resistance Surveillance Network (EARS-Net) ist verantwortlich für die Sammlung von Resistenzdaten ausgewählter Indikatorbakterien mit dem Schwerpunkt im Bereich Krankenanstalten. Die European Surveillance Of Antimicorbial Consumption (ESAC) ist damit beauftragt, eine europäische Datenbank für valide und vergleichbare Verbrauchsdaten für antimikrobielle Verbrauchsdaten zu erstellen.
Seit dem Jahr 2003 ist das Nationale Referenzzentrum für nosokomiale Infektionen und Antibiotikaresistenz am IHMT des AÖ Krankenhaus der Elisabethinen Linz mit der Umsetzung von ausgewählten Maßnahmen aus der EU-Ratsempfehlung betraut.
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